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Veranstalter Guide
Erfolgreich Kurse anbieten, Anfängerfehler vermeiden, effizient planen

Veranstalter Guide

Version 1.0, Stand 08.09.2025

1. Einleitung zum Veranstalter Guide

1.1 Meine eigene Erfahrung

Der Anfang solch eines Ratgebers ist immer eine gute Stelle, um etwas zur eigenen Erfahrung mit dem Thema zu schreiben. Ich beschäftige mich inzwischen seit über 10 Jahren mit Kursen, und das aus jeder Blickrichtung. Ich war oder bin … 

…Kursleiter in Kursen, die andere konzipiert haben.

…Kursleiter in Kursen, die ich selbst konzipiert habe.

…damit beauftragt, Kurse zu bewerben, die andere konzipiert und durchgeführt haben.

…Betreiber einer Plattform, die kreative Kurse verschiedener Veranstalter anbietet.

…Anbieter von Kursen, die ich selbst konzipiert habe und die ich und andere Kursleiter durchführen.

…Kursteilnehmer in verschiedenen Kursen.

…Ausbilder bzw. Mentor für andere Kursleiter.

Macht mich das zum unfehlbaren Super-Experten?. Nein, bestimmt nicht. Aber ich kann auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen, die ich gerne mit dir teilen möchte. Vielleicht ist was nützliches für dich dabei, was dich beim Thema Kurse weiterbringt.

 

1.2 Zielgruppe des Guides

Das bringt uns zu dir: ist dieser Guide das richtige für dich? Wenn du vorhast, dein Wissen auf einem bestimmten Gebiet in Form eines Kurses mit anderen zu teilen, bist du hier richtig.

Im Detail hast du also vor, einen Kurs zu erstellen, der dann von dir selbst angeboten, organisiert, vermarktet und letztendlich auch geleitet wird.

1.3 Feedback, Vorschläge, Kritik

Ich bin offen für Feedback und Verbesserungsvorschläge zu diesem Guide. Also wenn dir etwas auffällt, was ergänzt oder geändert werden sollte, schreib mir bitte eine E-Mail: – Vielen Dank! 

 

2. Idee und Konzept eines Kurses

2.1. Thema und Kurstitel finden

Als erstes brauchst du ein Thema für deinen Kurs, das mehrere Kriterien erfüllt.

  1. Es sollte ein Thema sein, in dem du dich sehr gut auskennst. Du musst nicht der absolute Experte sein, aber du solltest Wissen besitzen, das deutlich über das Allgemeinwissen hinausgeht.
  2. Es sollte ein Thema sein, bei dem andere dir zutrauen, dass du dich sehr gut auskennst. Hier spielen dann Dinge wie akademischer Titel, Job-Titel, Alter, Bildung, etc. eine Rolle. Du kannst als 20-jähriger vermutlich glaubhaft Yoga-Kurse anbieten. Aber du wirst als 20-jähriger nicht glaubhaft einen Kurs im Schreiben von Theaterstücken anbieten können. Letzteres traut man einem 20-jährigen normalerweise nicht zu.
  3. Es sollte ein Thema sein, das viele andere Menschen interessiert. Wenn du dich in deinem Thema gut auskennst, bist du üblicherweise einigermaßen gut vernetzt und kennst Menschen, die sich für dein Thema interessieren. Du kannst also abschätzen, ob dieses Thema das Potential hat, ausreichend viele Menschen anzusprechen. Dabei ist natürlich auch die Zahlungsbereitschaft wichtig, denn Interesse alleine macht noch keinen erfolgreichen Kurs.
  4. Es sollte ein Thema sein, das sich gut in Form eines Kurses darstellen lässt. Auch hier gilt: wenn du dich wirklich gut in deinem Thema auskennst, kannst du das beurteilen.

Also etwas, bei dem man in überschaubarer Zeit sichtbare Fortschritte erzielen kann. Bei Anfängerkursen sollte es sogar ohne Vorkenntnisse möglich sein, in kurzer Zeit die ersten Erfolge zu erzielen. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

 

2.2 Niveau des Kurses festlegen

Mit “Niveau” meine ich, ob der Kurs für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis gedacht ist, welche Vorkenntnisse du erwartest und ob der Kurs vielleicht zu einer Serie gehört, bei der die einzelnen Kurse aufeinander aufbauen. Folgende Überlegungen sind dabei relevant:

Ein Einsteigerkurs lässt sich schneller und einfacher erstellen, als ein Fortgeschrittenen- oder Profikurs. Es gibt dafür auch eine größere potentielle Zielgruppe. Allerdings konkurrierst du dann auch zwangsläufig mit vielen anderen Anbietern, eben weil so ein Einsteigerkurs schnell und einfach erstellt werden kann.

Die Kursgebühr für einen Einsteigerkurs sollte also eher niedrig sein, zum einen weil die Konkurrenz groß ist und zum anderen, weil der Kurs weniger aufwändig ist. Die Kursgebühr für die Fortgeschrittenen- und Profikurse darf dann höher sein. Diese Kurse sind also aus Sicht der Veranstalter potentiell lukrativer, aber dabei stellt sich immer die Frage, wie man genug geeignete Teilnehmer findet.

Denn erfahrungsgemäß gleicht die Nachfrage einer Pyramide. Also wenn 100 Leute den Einsteigerkurs buchen, werden davon vielleicht noch 20-30 den Fortgeschrittenenkurs buchen und dann vielleicht 5-10 den Profikurs. Durch gutes Marketing lässt sich das noch etwas steigern, aber dennoch gilt, dass es eine breite Basis an Einsteigern braucht, damit du dann die Fortgeschrittenenkurse und Profikurse gefüllt kriegst.

Ich halte es daher für sinnvoll, erstmal einen Einsteigerkurs zu entwickeln und dafür zu sorgen, dass dort ein hoher Durchsatz an Teilnehmern ist. Unter diesen Teilnehmern bewirbst du dann die Fortgeschrittenenkurse, aber dazu später mehr. Damit dein Angebot möglichst niederschwellig ist, solltest du keinerlei Vorkenntnisse voraussetzen, sondern tatsächlich bei Null anfangen und dies auch so kommunizieren. Wenn man nämlich Vorkenntnisse verlangt, schreckt man bereits viele potentielle Teilnehmer ab.

Die Kursgebühr sollte aus dem gleichen Grund niedrig sein. Zwar so, dass es sich für dich trotzdem lohnt, aber du wettbewerbsfähig bist und deine Kunden nicht zu sehr über die Summe nachdenken. Gut sind Preise in dem Bereich, dass es noch als Geschenk geeignet ist, also z.B. 60-120€. Das sind Summen, die den meisten Menschen nicht weh tun, so dass das Geld in dem Bereich recht locker sitzt.

Bei der Anzahl der Teilnehmer musst du dann zum einen berücksichtigen, was aus didaktischer Sicht eine gute Zahl wäre und zum anderen, wie sich deine Erlöse darstellen werden. Also angenommen, der Kurs kostet 70€ und dauert 2 Tage. Wenn du nur 5 Teilnehmer hast, ist das eine recht magere Ausbeute 5 x 70€ = 350€ , geteilt durch 2 Tage = 175€ pro Tag), vor allem, wenn noch Kosten abgezogen werden müssen (Raummiete, Rohmaterial, deine Fahrtkosten, etc.) 

Der gleiche Kurs mit 20 Teilnehmern sieht beim Erlös aber schon ganz anders aus: 20 x 70€ = 1.400€, geteilt durch 2 Tage = 700€ pro Tag.

Aber wenn es nur um den Erlös ginge, wäre es zu einfach. Du musst auch berücksichtigen, ob der Kurs mit der geplanten Anzahl Teilnehmer gut durchgeführt werden kann. Aus meiner Erfahrung ist eine Gruppengröße von 10-15 Teilnehmern ideal. Die Gruppe ist klein genug, dass es ein persönlicher Kurs werden kann, also z.B. kannst du dir die Namen der Teilnehmer merken und sie individuell unterstützen. Das geht bei 30+ Teilnehmern nicht mehr.

Wenn die Gruppe größer wird, also 25-30 Teilnehmer, wirst du mehrere negative Tendenzen beobachten: Erstens trauen sich dann weniger Teilnehmer Fragen zu stellen, weil sie befürchten, vor der Gruppe als dumm darzustehen, oder weil sie die Gruppe zeitlich nicht aufhalten möchten. Zweitens kann es innerhalb der Gruppe zur Grüppchenbildung kommen, was du wirklich gar nicht gebrauchen kannst. Denn du möchtest, dass die Gruppe als Ganzes ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. Drittens wird es dir schwer fallen, jeden Teilnehmer persönlich anzusprechen und zu fördern. Der Kurs wird dadurch unpersönlich, was wiederum die Vermarktung der Fortgeschrittenenkurse erschwert.

 

2.3 Anzahl und Dauer der Termine

Die Dauer des Kurses ist eine weitere Stellschraube, an der du drehen kannst. Ich empfehle für die meisten Inhalte eher kurze Kurse von 1-2 Tagen, idealerweise am Wochenende. Wenn es etwas besonderes ist, für das die Teilnehmer sich extra frei nehmen und von weiter weg anreisen, darf der Kurs auch eine Woche dauern, aber lieber nicht länger, denn sonst reduzierst du die Anzahl der potentiellen Interessenten drastisch. Viele Menschen wollen oder können nicht mehr als 7-10 Tage am Stück Urlaub nehmen, vor allem nicht kurzfristig. Genauso haben viele Menschen nicht mehrere Wochenenden in Folge Zeit. Es bringt also nichts, einen Kurs anzubieten, der mehrere Wochenenden belegen würde oder der 3 Wochen am Stück dauert. Solche Kurse haben kaum noch potentielle Teilnehmer.

Damit dein Kurs innerhalb von 2 Tagen gehalten werden kann, musst du also die Inhalte entsprechend planen und vielleicht den Kurs mehr fokussieren bzw. manche Inhalte lieber in dem (darauf aufbauenden) Fortgeschrittenenkurs unterbringen.

Auch der Ort des Kurses sollte berücksichtigt werden. In einer Großstadt kann es funktionieren, einen Feierabendkurs anzubieten, der an mehreren Tagen oder z.B. einmal pro Woche von 18-21 Uhr dauert. Aber in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf wird diese Vorgehensweise nicht funktionieren. Das Einzugsgebiet ist zu klein. Wenn dein Standort also abgelegen ist, sollte es eher eine Blockveranstaltung sein, also z.B. ein Kurs, der ein Wochenende oder eine komplette Woche dauert. Für solch einen Kurs müssen die Teilnehmer dann anreisen.

Ein Hinweis noch zu Feierabendkursen: auf den ersten Blick ist es verlockend, den Kurs so zu legen, dass die Teilnehmer vorher ganz normal arbeiten können und dann abends den Kurs besuchen. Schließlich muss sich dann niemand Urlaub nehmen. ABER wenn dein Kurs kognitiv anspruchsvoll ist, wirst du bemerken, dass die meisten Menschen nach 8 Stunden Arbeit nicht mehr so aufnahmefähig sind, als wenn sie ohne vorangehenden Arbeitstag in den Kurs gekommen wären. Der Kurs könnte zäh werden und die Lernerfolge eher gering. Bei kognitiv anspruchsvollen Themen plädiere ich daher für Wochenendkurse. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Leute im Kopf noch frisch sind. 

 

2.4. Kursinhalte planen

Beim Planen der Kursinhalte hilft es, sich einen typischen Kursteilnehmer vorzustellen. Welche Kenntnisse und Erfahrungen hat er/sie? Was würde sie/er gerne können bzw. im Kurs lernen? Welche Fähigkeiten sollten Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach dem Kurs haben?

Dann überlegst du dir, wie du es schaffen kannst, deine Teilnehmer von dem ursprünglichen Niveau auf das Wunschniveau zu bringen. Was müsstest du dafür zeigen, erklären, vormachen, üben lassen? Welche Informationen müsstest du dafür weitergeben? Welche Übungen sind dafür sinnvoll oder nötig?

Wenn du dich in deinem Thema gut auskennst, wirst du recht schnell eine Idee davon bekommen, wie die Struktur deines Kurses aussehen könnte, um deine Teilnehmer zum gewünschten Ergebnis zu bringen. Am besten ist natürlich, wenn die Teilnehmer den Kurs mit einem offensichtlichen Erfolg beenden können, z.B. ein Werk, das sie mit nach Hause nehmen können oder eine gelöste Aufgabe oder dergleichen. Es sollte wirklich sichtbar sein, dass der Kurs mit Erfolg abgeschlossen wurde.

Gibt es ein Handout oder nicht?

Wenn du möchtest, dass die Teilnehmer bestimmte Vorkenntnisse mitbringen, kann es zielführend sein, ein Handout vorab (als PDF per E-Mail) zu verteilen, das die Teilnehmer durcharbeiten sollen, um auf das von dir gewünschte Niveau zu kommen. Klingt simpel, aber das große Risiko ist, dass nur einige der Teilnehmer das wirklich durcharbeiten, so dass du dann im Kurs Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen sitzen hast. Alptraum! Diese Variante kann nur klappen, wenn du es schaffst, die Teilnehmer entsprechend zu motivieren, dass sie das Handout wirklich durcharbeiten.

Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, den Teilnehmern während oder am Ende des Kurses ein Handout zu geben, das einerseits zur Wiederholung des im Kurs gelernten taugt, aber auch ein paar Informationen oder Übungen enthält, die darüber hinausgehen. Vorteile dieser Vorgehensweise:

– die Teilnehmer nehmen aus dem Kurs etwas Physisches mit, das sie zu Hause verwenden können und das sie auch später noch an den Kurs erinnert.

– du kannst im Handout die Inhalte deiner weiterführenden Kurse anteasern bzw. Termine deiner weiterführenden Kurse nennen (oder zumindest die Website, wo dann die aktuellen Termine stehen)

– du kannst den Teilnehmern anbieten, dass sie sich bei Fragen (z.B. zu den weiterführenden Übungen) bei dir melden können, wodurch du die Chance hast, mit ihnen in Kontakt zu bleiben und sie auf deine weiteren Kurse hinzuweisen

– du könntest sogar aus dem Handout wieder auf deine Website verweisen, wo die Teilnehmer dann z.B. Videos von dir oder andere weiterführende Inhalte finden

 

2.5 Präsenz oder Online oder Hybrid

Spätestens seit der Corona-Pandemie stellt sich bei Kursen auch immer die Frage, ob es ein Präsenz-Kurs sein soll, oder ob er online stattfinden kann oder sogar hybrid. Auch dabei spielen aus Sicht des Veranstalter mehrere Faktoren eine Rolle. Ich habe selbst bereits normale Präsenz-Kurse, reine Online-Kurse und auch Hybrid-Kurse erstellt, organisiert, beworben und gehalten, so dass ich mir zutraue, dazu etwas zu schreiben.

Vorteile von Präsenz-Kursen:

– mehr Commitment der Teilnehmer, da sie extra für den Kurs zu dir kommen

– mehr persönliche Interaktion, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie an Folgekursen teilnehmen

– bessere Kontrolle der Lernerfolge

Nachteile von Präsenz-Kursen:

– Raumgröße begrenzt die Teilnehmerzahl

– geringeres Einzugsgsgebiet

 

Vorteile von Online-Kursen:

– größeres potentielles Einzugsgebiet

– keine Limitierung der Teilnehmerzahl durch die Räumlichkeit

 

Nachteile von Online-Kursen:

– eher unpersönlich, wenig Interaktionen

– technische Probleme möglich; z.B. Bandbreite, Ton, Kamera

– einmalige Anschaffungskosten für Equipment

– laufende Kosten für Software, z.B. Zoom

 

Vorteile von Hybrid-Kursen:

– im wesentlichen die Vorteile von Online-Kursen und Präsenz-Kursen zusammen

 

Nachteile von Hybrid-Kursen:

– großer Aufwand, weil der Raum UND die Übertragungs-Technik vorbereitet sein müssen

– Gefahr, es nur einer der beiden Gruppen recht zu machen und die andere zu vernachlässigen.

 

Bei Hybrid-Kursen wird es nur sehr selten so sein, dass der Kurs für die Teilnehmer vor Ort genauso gut ist wie für die Online-Teilnehmer. Wahrscheinlich wird es für eine der beiden Gruppen ideal sein und für die andere Gruppe eher suboptimal. Das sollte man berücksichtigen und vielleicht lieber 2 getrennte Kurse ansetzen, also einen reinen Präsenzkurs und einen reinen Online-Kurs, die an unterschiedlichen Terminen stattfinden (klar, denn du als Kursleiter kannst dich ja nicht teilen).

3. Organisation

Ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen: Viele Kursveranstalter, die absolute Experten in ihrem Bereich sind, gehen bei der Organisation ziemlich amateurhaft vor. Das ist ein Schwachpunkt, der dich viel Zeit, Geld und Nerven kosten kann. Die Organisation muss reibungslos sein, es darf dich nicht viel Zeit kosten, denn das ist Zeit, die dir niemand bezahlt. Es wird auch immer wieder Aufgaben geben, die zu bestimmten Zeitpunkten erledigt sein müssen, damit du keinen Ärger kriegst, z.B. Steuererklärungen, Rechnungen, Kündigungsfristen. Oder Aufgaben, bei denen es sich finanziell lohnt, sie eher früher als später zu erledigen. Z.B. Zugtickets oder Flugtickets buchen, Locations buchen, Mietwagen buchen. Oder wenn du teures Equipment (Kamera, Computer, etc.) zu bestimmten Zeiten kaufst (Black Week und dergleichen).

Aber was meine ich überhaupt mit “Organisation”? Ich meine damit das “Drumherum” um deinen Kursbetrieb, also alles, was organisiert werden muss, damit deine Kurse stattfinden können.

3.1 Tipps aus der Praxis

Hier sind ein paar Tipps, die sich in meiner eigenen Kurs-Organisation sehr bewährt haben:

  1. Versuche, ungefähr 12 Monate im Voraus zu planen. Das ermöglicht dir, frühzeitig und ohne Stress die Vorbereitung der Kurse abzuarbeiten. Außerdem macht es einen guten Eindruck auf potentielle Teilnehmer, wenn du so weit in die Zukunft planst.
  2. Erstelle eine Ablage für deine Kurse, damit die davon abhängigen Aufgaben schneller erledigt werden können. Beispielsweise ist die Steuererklärung viel schneller erledigt, wenn du alle relevanten Unterlagen an einer Stelle gesammelt und idealerweise schon digital abgeheftet hast. Auch der durchaus wahrscheinliche Fall, dass das Finanzamt eine Betriebsprüfung durchführen möchte, ist mit übersichtlich geordneten Unterlagen besser zu überstehen.
  3. Du musst nicht jede E-Mai komplett neu schreiben, das wäre Zeitverschwendung. Verwende stattdessen Vorlagen für deine häufigsten Kommunikations-Fälle, z.B. um Teilnehmer nach dem Kurs um Feedback zu bitten. Diese Vorlagen passt du dann von Zeit zu Zeit an, wenn sich deine Anforderungen ändern.
  4. Verwende Checklisten und Reminder für wiederkehrende Aufgaben. Das kannst du mit einer ToDo-App machen oder auch mit Papier. Wenn du z.B. eine quartalsweise Umsatzsteuer-Voranmeldung einreichen musst, geht das Quartal oft zu Ende und du hast überhaupt nicht auf dem Schirm, dass mal wieder eine Voranmeldung fällig ist. Setz dir Reminder für solche Aufgaben, denn so vermeidest du unnötigen Stress und Kosten.
  5. Damit diese Organisationsaufgaben nicht deinen ganzen Tag dominieren, kannst du dir fixe Zeiten setzen, zu denen du diese Aufgaben bearbeitest, z.B. immer von 11-12 Uhr am Vormittag. Wenn die Zeit um ist, kümmerst du dich wieder um andere Aufgaben und verhinderst so, dass die Organisation deinen Tag komplett vereinnahmt.
  6. Automatisiere, wo es sinnvoll ist. Wenn du viele Teilnehmer hast, lohnt es sich vielleicht, ein CRM zu beschaffen, dass dann z.B. auch automatische E-Mails verschicken kann. Oder ein Anmeldeformular auf deiner Website, das automatisch die Daten in eine Buchungssoftware überträgt. Oder eine Software, die Rechnungen erstellt und deine Steuererklärung vorbereitet.

 

4. Marketing

Marketing ist das A und O deines Business. Da du etwas anbietest, was keine Lebensnotwendigkeit ist, brauchst du gutes Marketing, um genügend Teilnehmer für deine Kurse zu finden. Aber was macht gutes Marketing aus?

Alles ist Marketing

Letztendlich ist alles, was du im Kontakt mit den potentiellen und tatsächlichen Teilnehmer sagst oder machst, Marketing. Wie du dich am Telefon meldest, wie du E-Mails beantwortest, wie deine Kurslocation aussieht, wie deine Preise sind, wie du dich auf deiner Website präsentierst, wie du dich für den Kurs kleidest, wie du dich im Kurs verhältst, was du in den sozialen Medien machst, wie du mit den Teilnehmern kommunizierst, und so weiter und so fort. Denn all dies kann dafür sorgen, dass Menschen bei dir einen (weiteren) Kurs buchen möchten oder nicht. Aber wie sieht dann gutes Marketing aus?

4.1 Gutes Marketing

Gutes Marketing ist meiner Meinung nach vor allem sehr konsistent. Wenn wir an Marken wie IKEA oder Apple denken, fällt schnell auf, dass sie unglaublich konsistent auftreten.  

Natürlich ist ein Kursveranstalter nicht das gleiche wie IKEA oder Apple. Aber es gibt ein paar Dinge, die du dir von den ganz großen Unternehmen abschauen kannst.

Siezen oder Duzen – einmal entscheiden und dann konsequent durchhalten

Farben und Logo – einmal einrichten und dann konsistent einsetzen. Verwende ein Logo, dass auch in Schwarz-Weiß bzw. Grautönen noch gut zu erkennen ist, falls jemand es Schwarz-Weiß ausdruckt oder kopiert.

Schriftarten und Schriftgrößen – einmal entscheiden und dann über alle Unterlagen hinweg konsistent einsetzen, also auf der Website, auf Flyern, in deinen Kursmaterialien, auf Rechnungen etc.

 

4.2 Welche Kanäle eignen sich für die Vermarktung von Kursen

Beim Thema Social Media ist generell empfehlenswert, nicht zu viele unterschiedliche Kanäle zu nutzen, sondern lieber nur wenige, aber die dann konsequent und regelmäßig. Also anstatt 10 Social Media Plattformen lediglich sporadisch zu nutzen (und die Profile sind ja schnell eingerichtet), entscheidest du dich für 1 oder 2 Plattformen, die du dann aber regelmäßig mit frischen Inhalten versorgst. Da ist natürlich die Frage, welche Plattformen am besten zu dir und deinen Kursen passen.

Die beste Werbung überhaupt ist natürlich Mund-zu-Mund Propaganda. Aber dafür brauchst du eben erstmal Kursteilnehmer und die müssen dich irgendwie finden. Also kann Mund-zu-Mund Propaganda nicht der Anfang sein. Am Anfang musst du sichtbar sein und gefunden werden.

Eine eigene Website als Aushängeschild im Internet gehört schon seit vielen Jahren zum Standard. Falls du keine eigene Website hast, sondern lediglich ein Facebook-Profil oder Ähnliches, wirst du direkt als weniger seriös wahrgenommen.

Wenn du kostenlose oder erfolgsabhängige Plattformen im Internet nutzen möchtest, nur zu. Wichtig ist aber, dass du die Kosten im Blick behältst. Wenn die Plattform ein reines Provisionsmodell nutzt, umso besser für dich.

Bezahlte Werbung im Internet ist beileibe kein Muss, sondern sollte immer gut überlegt sein. Da kann man leider schnell viel Geld versenken, ohne zählbares dafür zu bekommen. Google Ads sind potentiell sehr wirkungsvoll, aber Google ermutigt seine Werbungskunden dazu, mehr Budget bereitzustellen, als sinnvoll wäre, denn davon lebt Google schließlich.

Wenn dein Einzugsgebiet sehr klar begrenzt ist, z.B. eine große Stadt, kannst du überlegen, ob du in der Lokalzeitung eine Anzeige schalten möchtest. Wenn dein Einzugsgebiet aber eher unbestimmt ist oder eine große räumliche Ausdehnung hat, macht es keinen Sinn. Werbung in überregionalen Zeitungen ist normalerweise viel zu teuer und hat so hohe Streuverluste, dass es sich für ein Nischenangebot (und das sind kreative Kurse) nicht lohnt.

 

4.3 Marketing-Tipps für den Start

Eine mögliche Vorgehensweise, wenn du bei Null startest, also noch keine Teilnehmer hast:

– Erstelle eine aussagekräftige Website, die deine Kurse ausgiebig beschreibt. Auf deiner eigenen Website hast du ja keine Platzbeschränkung, kannst sie also mit reichlich Infos füllen. Insbesondere sollte aus der Kursbeschreibung klar hervorgehen, welche Zielgruppe du hast, was im Kurs gemacht wird, erwartete Vorkenntnisse, ungefährer Ablauf und natürlich etwaige Besonderheiten, z.B. falls es ein Outdoor-Kurs ist, körperlich anstrengend, etc… Dann sollte dort bereits eine Anzahl buchbarer Termine vorhanden sein, aber nicht zu viele. Wenn du dort die Anzahl der noch verfügbaren Plätze hinschreiben, sollte es auf keinen Fall so aussehen, als wäre noch alles frei. Das schreckt die Leute eher ab. Wenn aber ein paar Termine bereits gut gebucht sind, oder sogar ausgebucht, dann wirkt es vertrauenswürdiger.

– Erstelle ein kostenloses Profil bei Google Maps, so dass du mit einem Eintrag auf der Google Karte vertreten bist. Dort sollte natürlich der Link zu deiner Website mit dabei sein.

– Aktiviere dein Netzwerk: Informiere deine Kontakt über Whatsapp, Facebook oder was auch immer du nutzt, und bitte sie, den Link zu deiner Website weiterzuleiten. Wenn es auf Facebook oder Instagram Gruppen gibt, die sich mit deinem Thema beschäftigen, kannst du der Gruppe beitreten und dort auf deine Kurse hinweisen. Allerdings ist allzu aufdringliche Werbung innerhalb der Gruppen meistens nicht gern gesehen, also sei zurückhaltend.

– Schalte Anzeigen bei Google, aber mit sehr überschaubarem Budget, zwischen 100€ und 300€ pro Monat. Achte bei den Anzeigen auf den lokalen Bezug. Also nicht einfach nur “Töpferkurs”, sondern “Töpferkurs Bielefeld” (oder welche Stadt auch immer).

 

5. Erstellen der Kursinhalte

Jetzt kommen wir also zum Herzstück deines Kurses: die eigentlichen Inhalte. Also das, woraus dein Kurs besteht. Der Inhalt hängt natürlich davon ab, was dein Thema ist. Aber ich würde immer mit einer Art Begrüßung und Einleitung beginnen. Dann eventuell eine kleine Vorstellungsrunde, damit sich die Teilnehmer untereinander kennenlernen können. Dann erzähl etwas zur Organisation und zum zeitlichen Ablauf, also auch, wann Pausen gemacht werden, wo die Toiletten sind, ob man dich für Fragen einfach unterbrechen kann oder ob die Fragen erst am Schluss gestellt werden sollen, und so weiter.

Versuche generell, den Kurs abwechslungsreich zu gestalten. Also zum Beispiel sollte es Teile geben, die interaktiv sind, also wo die Teilnehmer selbst etwas beitragen. Es darf aber natürlich auch mal ein Monolog von dir dabei sein. Es darf Fragerunden geben oder du kannst die Teilnehmer Übungen machen lassen und dann einzelne Teilnehmer bitten, die Ergebnisse ihrer Übungen vorzustellen. Du kannst einen Videoclip einspielen oder etwas im Raum herumreichen, was die Teilnehmer ausprobieren können, und so weiter. Ein kurzweiliges Programm also.

Setze ungefähr alle 1,5 bis 2 Stunden eine kurze Pause an, 10-15 Minuten. So verhinderst du, dass die Teilnehmer während des Kurses zur Toilette gehen, was sehr störend sein kann. Mach eine lange Mittagspause von 45-60 Minuten, falls dein Kurs über den Mittag hinweg geht.

Falls dein Kurs mehrere Termine hat, solltest du immer am Ende eines Termins einen kurzen Ausblick auf den nächsten Termin geben und beim Beginn des nächsten Termins dann fragen, ob die Teilnehmer zum vorherigen Termin noch Fragen haben.

Am Ende des Kurses (bzw. des letzten Termins) sollte es eine Verabschiedung geben mit ein paar netten Schlussworten von dir. Dabei kannst du den Teilnehmern danken, dass sie da waren, ihnen weitere Unterstützung anbieten, auf weiterführende Kurse hinweisen und um Feedback oder Weiterempfehlungen und Bewertungen bitten.

Generell empfehle ich den Work-in-Progress Ansatz. D.h. du brauchst nicht erwarten, dass dein Kurs gleich beim ersten Mal perfekt ist. Sondern versuche, jedes Mal wenn du den Kurs hältst, nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, ihn noch zu verbessern. Mach dir während des Kurses Notizen, wenn du merkst, dass etwas verbessert werden kann. Und frag am Ende die Teilnehmer nach Verbesserungsvorschlägen.

 

6. Kommunikation vor dem Kurs

Die Kommunikation, die du mit den Teilnehmern vor dem Kurs hast, bietet einerseits eine hervorragende Möglichkeit, sie auf den Kurs einzustimmen, kann aber andererseits jede Menge Zeit und Nerven kosten. Hier ist also ein Mittelweg gefragt, um zum Einen alle notwendigen Informationen an die Kunden zu kommunizieren, und zwar freundlich und wenn möglich proaktiv. Denn zum anderen muss die Kommunikation effizient sein. Effizient bedeutet, dass du mit Vorlagen arbeitest und versuchst, die meisten Rückfragen der Teilnehmer schon vorab zu antizipieren. Was du nicht willst, sind Teilnehmer, die dir wegen jeder Kleinigkeit eine E-Mail schreiben.

Ich empfehle folgenden Ansatz für die meisten Arten von Kursen:

  1. Schicke den Kunden, die sich angemeldet haben, immer direkt eine Buchungsbestätigung. In dieser Buchungsbestätigung bedankst du dich für die Buchung und kündigst an, dass du rechtzeitig vor dem Kurs weitere Infos an alle Teilnehmer verschicken wirst. Mehr nicht. Vor allem, versuche in dieser Mail keine Links unterzubringen. Denn jeder Link in der E-Mail erhöht leider die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf der Empfängerseite im Spam-Filter hängenbleiben und nicht ordentlich zugestellt werden. Wenn deine erste Mail aber keine Links enthält, wird sie mit größerer Wahrscheinlichkeit zugestellt und alle weiteren E-Mails dann auch.

2. Schicke den Teilnehmern jetzt eine längere E-Mail, die du natürlich als Vorlage erstellt hast, so dass du sie nicht oder nur minimal anpassen musst. Z.B. muss natürlich das Datum des Kurses angepasst werden. In dieser E-Mail sollte eine Fülle von Informationen enthalten sein, unter anderem:

– die Kurszeiten

– der genaue Treffpunkt

– Tipps für die Anreise, z.B. die Adresse für das Navi oder die nächstgelegene Bushaltestelle, ob es dort Parkplätze gibt, wie weit der Weg vom nächsten Bahnhof ist, etc.

– Infos zu Vorkenntnissen, die du voraussetzt

– Infos zu Material oder Arbeitsgeräten, die mitgebracht werden sollen

– evtl. Literaturempfehlungen für diejenigen, die sich vorbereiten möchten

– evtl. ein Hinweis zu einer FAQ Seite auf deiner Website

Diese E-Mail schickst du ungefähr 3-6 Wochen vor dem Kurs. Der genaue Zeitpunkt sollte vom Inhalt abhängen, also z.B. wenn du erwartest, dass die Teilnehmer sich Material vorab beschaffen, muss dafür natürlich ausreichend Zeit bleiben. Außerdem schreibst du natürlich in die E-Mail, dass sich die Teilnehmer gerne bei dir melden dürfen, falls sie Fragen haben, auch wenn du das ja eigentlich nicht möchtest. Falls dann also Fragen kommen, beantwortest du sie natürlich, aber notierst sie dir auch, damit sie vielleicht in der nächsten Version deiner Info-Mail untergebracht werden kann. So verringerst du die Anzahl der eingehenden E-Mail und sparst Zeit.

  1. Schicke den Teilnehmern ungefähr 1 Woche vor dem Kurs eine Reminder-E-Mail. Weise sie nochmals auf die konkrete Startzeit des Kurses hin. Du bist natürlich auch weiterhin bereit, Rückfragen zu beantworten, die aber hoffentlich nicht kommen.

 

7. Kurz vor Beginn des Kurses

Meine Philosophie ist, möglichst wenig dem Zufall zu überlassen. Versuch also, auf alles vorbereitet zu sein. Und prüfe alles, was du vorab prüfen kannst.

Ist die Beleuchtung gut?

Ist der Raum gut gelüftet und ohne störende Gerüche?

Kann man von jedem Platz aus gut zu dir schauen?

Ist der Raum sauber und ohne Stolperfallen (Kabel etc.)?

Haben die Teilnehmer genug Platz für ihre Arbeitsmaterialien?

Ist die Raumtemperatur ok, also nicht zu kalt im Winter, nicht zu warm im Sommer?

Braucht man vielleicht eine zusätzliche Heizung oder einen Ventilator?

Funktioniert deine Präsentationstechnik, also Computer, evtl. Mikrofon, etc.?

Sind die Toiletten sauber, die Seifenspender aufgefüllt und die Mülleimer einigermaßen leer?

Funktioniert die Kaffeemaschine? Ist genug Kaffee und saubere Tassen da?

Hast du Arbeitsmaterialien zum Verleihen da, falls ein Teilnehmer seine Sachen vergessen hat?

Hast du Ersatz, falls Arbeitsmaterialien kaputtgehen?

Gibt es Stifte und Schreibpapier, damit sich die Teilnehmer Notizen machen können?

Diese Punkte unter Kontrolle zu halten und nicht dem Zufall zu überlassen, kann dir sowohl innere Ruhe bringen als auch viele zufriedene Kursteilnehmer

 

8. Kommunikation nach dem Kurs

Wenn der Kurs vorbei ist, hast du (hoffentlich) die Teilnehmer freundlich verabschiedet und dich für ihre Teilnahme bedankt.

2-3 Tage später ist die richtige Zeit, um nachzusetzen. Da ist die Erinnerung an den (hoffentlich gelungenen) Kurs noch frisch und du kannst diesen Eindruck mit einer netten E-Mail noch verfestigen.

In dieser Mail bedankst du dich nochmal für die Teilnahme und wünscht den Teilnehmern alles Gute oder viel Erfolg (je nachdem, was bei deinem Kurs angebracht ist).

Super wäre, wenn du den Teilnehmern noch weitere Informationen zur Verfügung stellen könntest, z.B. ein Link zu interessanten Inhalten auf deiner Website oder bei YouTube oder sowas in der Art. Irgendwas, das für sie nützlich ist.

Du bittest die Teilnehmer um Feedback zum Kurs und um eine Bewertung auf Google.

Außerdem solltest du nochmal auf deine weiterführenden Kurse hinweisen.

Dann bietest du den Teilnehmern nochmal an, dass sie sich bei Fragen gerne an dich wenden können.

Falls du einen E-Mail Newsletter verschickts, solltest du die Adressen der neuen Teilnehmer natürlich ebenfalls zu deiner Mailing-Liste hinzufügen, damit sie in Zukunft den Newsletter bekommen. (Die Erlaubnis dafür hast du hoffentlich mit den AGB geklärt.)

 

9. Rechtliches

Aus rechtlicher Sicht gibt es ein paar Fragen zu klären, damit du den Kurs mit ruhigem Gewissen anbieten und durchführen kannst. Zum Beispiel:

– Was passiert, wenn sich einer der Teilnehmer im Kurs verletzt? Sind die Teilnehmer versichert oder müssten sie sich selbst versichern. Gerade bei Kursen, bei denen die Verletzungsgefahr offensichtlich ist, sollte diese Frage geklärt werden, bevor es losgeht. Z.B. alles was mit scharfen oder spitzen Werkzeugen zu tun hat (Holzbildhauerei mit der Motorsäge), alles was mit sehr hohen Temperaturen zu tun hat (Brennen von Töpferware, Bronzeguss), alles mit gefährlichen Chemikalien, etc.

– Was passiert, wenn die Ausrüstung der Teilnehmer beschädigt wird? (z.B. die Kamera in einem Fotokurs)

– Was passiert, wenn ein Teilnehmer versehentlich dein Equipment beschädigt?

– Was passiert, wenn ein Teilnehmer den Kurs stornieren möchte? Wieviel Geld bekommt er zurück?

– Bei manchen Kursen müssen die Teilnehmer aktiv mitwirken. Was machst du mit Teilnehmern, die sich weigern, richtig mitzumachen? Kannst du sie von der weiteren Teilnahme ausschließen?

Alle diese Dinge solltest du in deinen AGB abhandeln und den Teilnehmern bei der Buchung einen Link darauf zuschicken. Wenn du eine Versicherung abschließt, z.B. eine Berufshaftpflichtversicherung oder eine Unfallversicherung, kannst du dort mal anrufen und nachfragen, was die Versicherung abdecken würde.

 

10. Schlussbemerkungen

Dieser Veranstalter Guide ist Work-in-Progress, soll heißen, ich werde ihn auf Basis neuer Erkenntnisse und Erfahrungen weiterentwickeln. Mein Ziel ist, dir Starthilfe zu geben und dich vor typischen Fehlern zu bewahren. Denn der Start ist ein Risiko und wenn das Budget knapp ist, tun diese Fehler richtig weh.

Für dich als Veranstalter ist wichtig, langfristig zu denken und zu planen. Auch deine Kurse sind Work-in-Progress und du solltest immer ein Auge darauf haben, wie du sie verbessern und weiterentwickeln kannst. Aber eben nicht nur die Kurse, sondern auch das ganze Drumherum: Organisation, Marketing, Kommunikation.

Das gut organisierte Drumherum hält dir den Rücken frei für das, was du eigentlich machen möchtest, nämlich dein Wissen an Kursteilnehmer weiterzugeben. Also behandel das Drumherum nicht als notwendiges Übel, sondern als Möglichkeit, insgesamt ein besserer Veranstalter zu werden und mehr Kursteilnehmer zu erreichen.

Danke, dass du diesen Veranstalter-Guide gelesen hast! Wenn du mir eine E-Mail schreiben möchtest, erreichst du mich unter  

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